Pflegekammer oder bayerisches Alternativmodell
Foto: Ann-Kristina Simon

Befragung

Wie selbstbestimmt wird die Pflege in NRW?

Welche Form der Interessenvertretung sich Pflegende in Nordrhein-Westfalen wünschen, soll eine repräsentative Befragung im Oktober zeigen.

Ärzte, Psychotherapeuten und andere Heilberufe machen es uns seit Jahren vor: Sie bestimmen die Regeln ihrer Berufsausübung selbst. In Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gibt es bereits die pflegerische Selbstverwaltung. Nun besteht für unsere Profession die historische Chance, auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) selbst über unsere Belange zu entscheiden und politisch Einfluss zu nehmen.

In NRW würde eine Pflegekammer mit schätzungsweise mehr als 200.000 Pflegefachpersonen zahlenmäßig die größte in der Bundesrepublik sein. Sie wäre ein wesentlicher Schritt in Richtung einer Bundespflegekammer, deren Einrichtung wir als Landespflegekammer Rheinland-Pfalz unterstützen. Wir demonstrieren Ihnen deshalb auf den nächsten Seiten die Vorteile einer echten Selbstverwaltung (Pflegekammer) gegenüber dem bayrischen Modell (freiwilliger Zusammenschluss - Pflegering).

Denn genau darum geht es in der Befragung des Sozialministeriums im Oktober: Rund 1.500 repräsentativ ausgewählte Pflegefachpersonen werden nach ihrer Meinung zur Interessenvertretung gefragt: Wünschen Sie sich grundsätzliche eine? Und wenn ja: als Pflegekammer oder als „bayrisches Alternativmodell“?

Schon Ende des Jahres soll feststehen, welchen Weg NRW geht. Wir wünschen allen für die Befragung ausgewählten Pflegefachpersonen eine fundierte Wahl und stehen mit weiteren Informationen gern zur Verfügung!

Autor: Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

Eine Übersicht über den Grad der Selbstbestimmung der zur Auswahl stehenden Alternativen für NRW finden Sie im interaktiven Kammermagazin.

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