Foto: Patricia Haas

Appell

Streiten für die Pflege

Weshalb der #Pflexit keine Lösung ist und wie Pflegefachpersonen sich einbringen können, zeigt Markus Lauter in seinen Appell an die Berufskollgen auf.

"Nicht fliehen sondern kämpfen...und zwar für den schönsten Beruf der Welt und dessen Arbeitsbedingungen, damit wir das ausleben können, weshalb wir uns für den Beruf entschieden haben. Kein Pflexit sondern stay and play!"

Pflege ist eine wunderschöne Arbeit – nah am und mit dem Menschen. Und so unterschiedlich die Menschen sind, so bunt ist auch die Arbeit in der Pflege. Das Berufsfeld bietet zahlreiche horizontale und vertikale Entwicklungsmöglichkeiten. Und trotzdem entstehen seit einigen Jahren immer mehr Berufe, die originär pflegerische Aufgaben übernehmen. Der Differenzierungsgrad nimmt in demselben Maße zu wie die Spezialisierung der einzelnen Berufe. Der Kerngedanke des ursprünglichen Pflegeberufereformgesetzes

war, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen. Es sollte eine einzige Pflegeprofession geschaffen werden, die den Pflegende dazu befähigen sollte, die mannigfaltigen Handlungsfelder der Pflege abzudecken. Das sollte die Mobilität zwischen den Pflegesektoren erhöhen und die Attraktivität der Pflegearbeit steigern. Die Intention dieser bildungspolitischen Initiative war es, arbeitspolitische Perspektiven zu bilden. Sollte!

Pflege boomt!

In gewisser Weise boomt die Pflege schon jetzt: Sie wächst und wächst und wächst. Dadurch, dass die Zahl der pflegebedürftigen Menschen permanent zunimmt, steigt auch die Nachfrage nach Pflegeleistungen. Diese Entwicklung schafft Arbeitsplätze für zehntausende Menschen. Als Pflegefachperson kann man vormittags auf die Straße gehen und nachmittags die erste Schicht besetzen – die oftmals in Stellenanzeigen wohlfeil formulierte Flexibilität natürlich vorausgesetzt. Wer heute Arbeit sucht, der findet sie in der Pflegebranche im Grunde schon gestern.

Und dennoch findet ein "relativer" Stellenabbau statt!

Mehr dazu, zum Thema #PFLEXIT und weshalb es sich dennoch lohnt für die Pflege zu streiten, finden Sie hier im Magazin.

Autor: Markus Lauter

Foto: Patricia Haas

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