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Auszeichnung

Pflegepreis geht an Brigitte Anderl-Doliwa

Die Professorin der Katholischen Hochschule Mainz wurde von ehemaligen Patienten für den Preis vorgeschlagen.

Beim Dreiländerkongress Psychiatrische Pflege in Bielefeld wurde Prof. Dr. Brigitte Anderl-Doliwa, Vorstandsmitglied der Landespflegekammer, jetzt mit dem Psychiatrischen Pflegepreis ausgezeichnet, der von der „Deutschen Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege“, der „Bundesinitiative Ambulante Psychiatrische Pflege“ und dem „Verein Ambulante Psychiatrische Pflege“ verliehen wird. Mit dem Preis werden Persönlichkeiten geehrt, die durch ihre Projekte zu Verbesserungen in der psychiatrischen Pflege beitragen.

Weiterentwicklung der Kooperationsformen in Pflegeangeboten

Die Stiftungsprofessorin der Katholischen Hochschule Mainz und Pflegedirektorin des Pfalzklinikums, habe es sich zur Aufgabe gemacht, neue flexible Kooperationsformen zwischen ambulanten, stationären und teilstationären Angeboten weiterzuentwickeln und dafür die notwendigen Pflegeexpertisen zu vermitteln, heißt es in der Begründung.

Sie sei sehr stolz diesen Preis erhalten zu haben, sagt Prof. Dr. Anderl-Doliwa. „Besonders gefreut hat mich, dass die Psychiatrieerfahrenen, also die Verbände der Menschen mit seelischen Erkrankungen, mich vorgeschlagen haben. Das heißt nämlich, dass professionelle Pflege auch von den Empfängern als sehr nutzbringend erlebt wird. Das ist das Wichtigste überhaupt.“

Situation der psychiatrischen Pflege in Rheinland-Pfalz

Grundsätzlich sei, die Situation der psychiatrisch Pflegenden in Rheinland- Pfalz positiv einzuschätzen. Rheinland-Pfalz habe unter anderem mit der ersten Landespflegekammer Deutschlands, und der darin durch die Liste „psychiatrische Pflege“ gewählten Vorstände, eine gute Vertretung für die Pflege geschaffen. Dies zeigt sich unter anderem in der guten politischen Unterstützung.

„Außerdem ist Rheinland-Pfalz, neben Nordrhein-Westfalen, das einzige Bundesland das Psychiatrische Pflege auf akademischem Niveau ausbildet“, sagt die Preisträgerin. Auch einzigartig in Rheinland-Pfalz ist der Forschungsverbund Psychiatrische Pflege, der seit 2019 an der PTHV in Vallendar Pflegeforschung in der Psychiatrie betreibt und initiiert. „Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Chefärzten in der Psychiatrie und entwickeln gemeinsam und auf Augenhöhe Leitlinien die auf Landesebene gelten.“

„Aber es gibt auch problematische Situationen, etwa die Entwicklung der Richtlinie zu den neuen Personalmindestvorgaben des G-BA. Diese wird dem gesetzlichen Auftrag, eine leitliniengerechte Behandlung für Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen sicherzustellen, nicht gerecht. Sie wird zu unguten Personalsituationen in der psychiatrischen Pflege, und auch bei allen anderen am Prozess beteiligten Professionen, führen.“

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