Foto: Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

Patientensicherheit

Nehmt auch die Bewohner in den Blick!

Bei Patientensicherheit denken die meisten an Krankenhäuser. Doch sie ist auch für die Altenpflege ein wichtiges Thema. Dies hat die Seniorenresidenz des Westpfalz-Klinikums am Welttag der Patientensicherheit deutlich gemacht.

Welttag der Patientensicherheit

Dieses Mal war der Tag der Patientensicherheit am 17. September ein ganz besonderer Tag: Erstmals hatte die Weltgesundheitsversammlung ihn zum „Welttag“ der Patientensicherheit ausgerufen. Für die Seniorenresidenz des Westpfalz-Klinikums in Kaiserslautern erhielt der Tag noch eine ganz eigene Note durch die Dialogveranstaltung „Sicherheitskultur auf allen Ebenen“ im eigenen Hause. Die Residenz hatte dazu gemeinsam mit der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz eingeladen.

Ihr Ziel: Gesundheitspersonal, Politiker, Wissenschaftler, professionelle Netzwerke und die Gesundheitsbranche zu mobilisieren, um das Engagement zu stärken.

Patientensicherheit in der Altenpflege und Langzeitpflege

„Oftmals beziehen sich Maßnahmen und Konzepte zur Patientensicherheit auf den klinischen Bereich. Selbstverständlich sind Maßnahmen zur Sicherheit von zu Pflegenden aber für die gesamte Pflegeprofession relevant und entsprechen dem professionellen Selbstbild der Pflegenden, sowohl im klinischen Bereich als auch in der Langzeitpflege“, sagte Hans-Josef Börsch, Vorstandsmitglied der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Mit gut organisierter Kooperation zu mehr Patientensicherheit

Und was tut die Seniorenresidenz des Westpfalz-Klinikums für die Bewohnersicherheit? Hier ein paar Beispiele: Die Residenz kooperiert mit einer Apotheke, die einen Großteil der Medikamente für jeden einzelnen Bewohner portioniert, verpackt und beschriftet, sodass die Mitarbeiter nur noch die Verteilung übernehmen müssen. Die Verblisterung sorgt nicht nur für mehr Sicherheit bei der Medikation, sondern entlastet die Mitarbeiter. Ein weiterer Ansatz ist die Sturzprävention durch Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten. Er macht bei Bedarf individuelle Kraft- und Balanceuübungen mit einzelnen Bewohnern. Außerdem gibt es ein Kinästhetik-Training, das Mitarbeiter in Bewegungsabläufen schult.

Ein ausführlicher Bericht über den besonderen Ansatz der Seniorenresidenz erwartet Sie in der kommenden Ausgabe 18.

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