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Fragen der Mitglieder

Mitglieder fragen, Kammer antwortet

Bin ich durch die Berufsordnung in Rheinland-Pfalz dazu verpflichtet, mich beruflich weiterzubilden?

Gemäß § 6 der Berufsordnung in Rheinland-Pfalz haben Pflegefachpersonen die „Verpflichtung sich kontinuierlich fortzubilden“. Begründet wird die Fortbildungspflicht mit der Verantwortung der Pflegefachpersonen gegenüber den Menschen mit Pflegebedarf und der Verpflichtung zur Berufsausübung nach allgemein anerkanntem Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse. Unter dem Aspekt der Fortbildung sind beispielsweise Kurse zu den Expertenstandards in der Pflege zu sehen. Eine Fortbildungsordnung, die die Einzelheiten in Bezug auf die Verpflichtung zur Fortbildung für Pflegefachpersonen in Rheinland-Pfalz regeln wird, ist in Erarbeitung.

Allerdings muss grundsätzlich zwischen Fortbildung und Weiterbildung unterschieden werden. Während eine Fortbildung auf den Aufbau sowie den Erhalt von vorhandenen Kompetenzen ausgerichtet ist, geht eine Weiterbildung mit dem Erwerb erweiterter Qualifikationen und einer neuen Berufsbezeichnung einher.

Hierzu zählen beispielsweise die Weiterbildungen zum / zur „Praxisanleiter:in in den Pflegeberufen“ oder die „Weiterbildung für Fachpflege für psychische Gesundheit“. Das Ziel einer Weiterbildung ist somit eine berufliche Weiterentwicklung mit einem erweiterten Tätigkeitsfeld. Während die Fortbildung mit dem Ziel, vorhandene Fähigkeiten zu sichern, gemäß der Berufsordnung verpflichtend ist, ist die Weiterbildung durch die Weiterbildungsordnung in Rheinland-Pfalz geregelt und nicht verpflichtend.

Haben Sie auch eine berufliche Frage an die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, dann mailen Sie an: info@pflegekammer-rlp.de

Lesen Sie mehr über die Arbeit der Landespflegekammer in der Ausgabe #28 des Magazins PFLEGEKAMMER der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz:

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