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Alle warten auf das Go von Karl Lauterbach. Egal ob PPR 2.0, Ausschreibung oder beides,
Foto: Helena Melikov
Alle warten auf das Go von Karl Lauterbach. Egal ob PPR 2.0, Ausschreibung oder beides,

Pflegepersonalregelung 2.0

Kommt sie oder kommt sie nicht?

Schon im Januar 2020 wurde die PPR 2.0 vorgestellt. Eine klare Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums zur Umsetzung steht bis heute aus.

Am 13. Januar 2020 haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Deutsche Pflegerat (DPR) und Ver.di in der Bundespressekonferenz die Eckpunkte des vorübergehenden Personalbemessungsinstrumentes für Krankenhäuser vorgestellt: die PPR 2.0. Seitdem liegt der Ball in der Spielfeldhälfte des Bundesministeriums. Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich geziert und dem Druck der Kassen nachgegeben, weshalb es unter ihm nicht zur Einführung der PPR 2.0 kam.

Und auch der neue Amtsinhaber, Prof. Karl Lauterbach (SPD), prüft die Einführung. Anlässlich des Krankenhausgipfels Ende März ließ sein Staatssekretär Edgar Franke verlauten, dass man eruiere, „ob wir überhaupt oder wie wir möglicherweise die PPR 2.0 übergangsweise einsetzen“. Warum tut sich die Politik so schwer, ein Übergangsinstrument für die Bemessung des Pflegebedarfs im Krankenhaus einzuführen?

Ein Grund könnte sein, weil die PPR 2.0 durchaus umstritten ist, auch in der Profession Pflege. ­Laut Skeptikern handle es sich nicht um ein modernes Instrument der Bedarfsbemessung, sondern um einen retrospektiven Durchführungsnachweis. Ein weiterer Grund könnte sein, dass es bereits ein Gesetz zur Entwicklung des neuen Personalbemessungsinstruments gibt, das 2025 oder 2026 live gehen soll.

Auch auf die Leistungsbeschreibung für dieses wissenschaftlich fundierte Instrument haben sich DKG und GKV Spitzenverband schon geeinigt. Selbst ein Name existiert – zumindest auf dem Papier: Personalbemessung in der Pflege im Krankenhaus, kurz Pepik. Die Ausschreibung dieses an Pflegediagnosen orientierten Personalbemessungsinstruments sollte im Januar veröffentlicht werden, bis Ende Juni 2022 wollen der GKV-Spitzenverband und die DKG diesen Auftrag vergeben.

Der Zeitplan scheint nicht mehr haltbar. Alle warten auf das Go von Karl Lauterbach. Egal ob PPR 2.0, Ausschreibung oder beides, der Bundesgesundheitsminister kommt an einer Entscheidung nicht vorbei.

Mehr über die Arbeit der Landespflegekammer lesen Sie im Kammermagazin:

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