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Präventionsgesetz

Kassen zahlen für Präventions-Angebote

Die Kassen dürfen jetzt 70 Millionen Euro jährlich für Prävention in Kliniken und Heimen ausgeben. Doch viele Einrichtungen scheuen sich, einen Antrag zu stellen.

Dass auch Azubis die Präventionsmaßnahmen ihres Betriebs kennen und schätzen – wer hätte das gedacht?

Für Boris Neu, 34, Auszubildender bei der Protestantischen Altenhilfe Westpfalz (PAW), ist das betriebliche Gesundheitsmanagement im Haus Zellertal völlig normal. Regelmäßig kommt ein Gesundheitsberater ins Haus, etwa, um anhand von Fitnesschecks den Stresslevel zu messen. „Ich finde das sehr gut“, sagt er. „Gerade in unserem Beruf, in dem man sich kaum zugesteht, überhaupt Stress zu haben. Und es zeigt, dass die Mitarbeiter hier wirklich wertgeschätzt werden.“

Stresslevel-Check kommt gut an

Der Stresslevel-Check ist ein Element des hauseigenen Gesundheitskonzepts. „Damit habe ich immer ein bisschen meine Gesundheit im Blick. Eines greift ins andere – zum Beispiel beim Thema Ernährung“, sagt der Auszubildende. Bei einem Aktionstag hat ein Koch vorgeführt, wie man sich morgens gesund verpflegen kann. Das Ergebnis kam beim Mitarbeiterfrühstück gleich auf den Tisch.

Teambuilding ist ebenfalls Thema

Dieses „Rundumpaket“ von Angeboten betreut ein Gesundheitsberater von der IKK Südwest mit dem neu geschaffenen „Arbeitskreis Gesundheit“ der Pflegeeinrichtung. Die Geschäftsführung hatte die Krankenkasse und ihre Gesundheitsberater bereits vor Jahren ins Haus geholt. Sie möchte das Wohlbefinden am Arbeitsplatz steigern und ein besseres Betriebsklima schaffen. Auch geht es ihr darum, Arbeitsprozesse zu verbessern, um Stress abzubauen. Teambuilding ist ebenfalls ein Thema, deshalb gibt es Firmenläufe und Supervision.

Kaum jemand hat Geld abgerufen

Solch intensive Unterstützung könnten alle Pflegeinrichtungen und Kliniken nutzen. Möglich macht dies das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (siehe Kasten gegenüber). Dieses sieht auch eine Finanzspritze für die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) vor. Die Krankenkassen sollen jährlich rund 70 Millionen Euro mehr für Gesundheitsförderung in der Pflege ausgeben. Eine Menge Geld. Das Problem: Bisher wird es kaum abgerufen. „Die mangelnde Nutzung dieser Fördermöglichkeiten ist überwiegend in der Personalknappheit in den Einrichtungen begründet, aber auch in der Unkenntnis über die Unterstützungsangebote der Krankenkassen.“ So erklärt Astrid Potdevin, Referentin Gesundheitsförderung bei der IKK Südwest, die Situation.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der digitalen Ausgabe des Kammermagazins.

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