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Interview Sandra Postel

Kammern als Impulsgeber auf DPT

Das Programm des Deutschen Pflegetags vom 12. bis 14. März in Berlin wird inhaltlich erstmals von den Pflegekammern mitorganisiert. Vertreter der Pflegekammern Schleswig- Holstein, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sind im Programmbeirat vertreten.

Frau Postel, Sie haben als Vertreterin der Pflegekammer Rheinland-Pfalz erstmals aktiv an der Programmgestaltung des Deutschen Pflegetags mitgearbeitet. Wie ist Ihr Eindruck?

Der Deutsche Pflegetag ist eine Veranstaltung mit großer Strahlkraft für alle Pflegefachpersonen in Deutschland. Es geht um Innovationen, Neuausrichtung und um politische Schlagkraft für die Pflege. Große Worte? Ja, das stimmt wohl. Aber der Deutsche Pflegetag schafft es tatsächlich Jahr für Jahr wieder, mit inhaltlichen Debatten und mit ganz klaren Positionen auch sperrige pflege- und gesundheitspolitische Themen zu platzieren. Die Aufmerksamkeit und Präsenz in den Medien ist so hoch wie zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr. Das unterstützt auch die Arbeit der Pflegekammer in Rheinland-Pfalz. Das Feintuning der Themenauswahl, der lebhafte Meinungsaustausch im Programmbeirat mit den Vertretern des Deutschen Pflegerats, den anderen Landespflegekammern, mit Mitgliedern von Pflegeverbänden, Entsandten von Krankenkassen sowie Vertretern aus Politik und Gesellschaft, das ist wirklich spannend. Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass es aktuell keine Not an echten Aufregerthemen gibt. Ob nun Lohnuntergrenzen, flächendeckender Tarifvertrag oder Personalbemessungsinstrument: Da war die Priorisierung schwieriger als die Auswahl.

Auf welches Thema haben Sie besonderen Wert gelegt?

Wie stellen wir die Pflege in Zukunft sicher? Was ist uns als Gesellschaft die Pflege wert? Das sind Fragen, die mich antreiben. Unabhängig davon, ob ich als Vizepräsidentin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz mit Pflegefachpersonen in meinem Bundesland spreche, oder ob ich bei meinem Arbeitgeber, der Marienhaus Holding GmbH, über Aus-, Fort- und Weiterbildung mit jungen Leuten diskutiere. Daher habe ich mich gefreut, dass ich mich im Rahmen des Deutschen Pflegetags aktiv in die Programmsäule „Pflege digital“ einbringen konnte: Was bringt uns die digitale Revolution der Pflege wirklich? Woran scheitern politisch geförderte Digitalisierungsbewegungen in der Praxis? Aber mir waren auch die ethischen und technischen Fragen zu KI und Robotik in der Pflege sowie ein Überblick über den internationalen Stand der Entwicklung wichtig.

Werden Sie als Landespflegekammer wieder beim Deutschen Pflegetag vertreten sein?

Ja, wie in den Vorjahren auch, werden wir im Kontext der Bundespflegekammer wieder einen Informationsstand haben. Einige gewählte Vertreter aus Rheinland-Pfalz nehmen außerdem auch wieder an Podiumsdiskussionen beispielsweise zu Patientensicherheit und Vorbehaltsaufgaben teil. Dabei geht es insbesondere darum, diese Themen unter dem Blickwinkel unserer neuen Berufsordnung zu beleuchten. Mitglieder der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz erhalten übrigens ermäßigten Eintritt zum Deutschen Pflegetag.

Mehr Informationen: www.deutscher-pflegetag.de

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