Foto: Maximilian König

Neuer Gesundheitsminister

Jens Spahn beerbt Hermann Gröhe

Der künftige Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Pflegeberuf attraktiver machen. Wir sind gespannt!

Spahn ist kompetent und erfahren in seinem Fach: Anders als sein Vorgänger Hermann Gröhe (CDU) konnte der designierte Gesundheitsminister schon vor seinem Einzug ins Gesundheitsministerium ein klares gesundheitspolitisches Profil entwickeln.

Von 2009 bis 2015 war Spahn Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, seit November 2014 ist er Vorsitzender des Bundesfachausschusses Gesundheit und Pflege der CDU. Seit Juli 2015 war er als Staatssekretär im Finanzministerium tätig. Der 37-Jährige gilt als Freund der Generationengerechtigkeit und der Radikal-Digitalisierung, als Erfinder der Terminservicestellen und Kritiker der Bürgerversicherung. Doch wie steht Jens Spahn zur Pflege? Über dieses Thema war von dem Westfalen jahrelang kaum etwas zu hören.

Erst jetzt, kurz nach seiner Nominierung zum Gesundheitsminister hat Spahn sich geäußert: Er werde die Ausbildungskapazitäten erhöhen, die Bezahlung und die Tarifbindung in der Pflege verbessern. Auch wolle er dafür sorgen, den Pflegeberuf attraktiver zu machen, heißt es im "Tagesspiegel". Einige Akteure der Pflegebranche haben diese Aussage als vage kritisiert. Doch für sie gibt es Hoffnung: Als Patientenbeauftragter der Bundesregierung ist der bisherige Gesundheitsminister Hermann Gröhe im Gespräch, der während seiner Amtszeit die Pflege zu seinem Herzensthema gemacht hat.

Mehr darüber, wie Spahn zur Pflege steht, wird der Politiker voraussichtlich beim Deutschen Pflegetag in Berlin kundtun, wo er seinen ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Vereidigung haben wird.

Autorin: Kirsten Gaede

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