Foto: Helmut Gassen

Das perfekte Team

„Jede versucht jede zu unterstützen"

Dieses Mal: Ambulante Palliativversorgung (SAPV) der Caritas Westeifel

Das Abenteuer begann Ende 2017. Damals stimmte Regina Fromme zu, für den Caritasverband Westeifel ein SAPV-Team in der Region aufzubauen. „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“ auf einer Fläche so groß wie das Saarland – ein Wagnis, Pionierarbeit, ein Abenteuer eben. Mittlerweile erleben sie es zu siebt, und Fromme schwärmt: „Alle sind mit extrem viel Liebe bei der Arbeit, und gefühlt jede versucht jede zu unterstützen.“

Alle sind füreinander da

Für Fromme scheint all das selbstverständlich. Die 53-Jährige hat als stellvertretende Stationsleiterin in einem Krankenhaus und bei ihren Tätigkeiten in der Altenpflege viel Führungserfahrung gesammelt. Der SAPV-Auftrag, unheilbar Kranke an ihrem Lebensende in ihrer vertrauten Umgebung angemessen zu betreuen, liegt ihr besonders am Herzen: „Wir übernehmen eine relativ kurze Begleitung, die aber sehr intensiv ist – darauf muss man sich mit allen Sinnen einlassen.“ Deshalb versucht Fromme jeden Tag, ihrem Team „ganz viel Rückhalt zu geben“. Immer wieder fragt sie nach: „Wie hast du dich gefühlt?“ So emotional wie häufig im Einsatz darf es auch im Team sein: „Wir weinen, lachen, schimpfen und fluchen zusammen – Hauptsache, es wird angesprochen.“

Ärzte und Pflegekräfte ziehen an einem Strang

Dass sie für ihre Arbeit viel Dankbarkeit erfahren, ist eine große Stütze. Wenn sich Patienten mit Worten oder leichten Gesten bedanken oder Angehörige zeigen, dass sie dem Tod durch die SAPV-Unterstützung nicht mehr hilflos gegenüberstehen – das baut auf. Und auch solche schönen Momente teilen sie mit allen anderen – selbstverständlich.

Ein Supervisor soll bei besonderen Fällen helfen

Die Frage „Wie viel Tod verträgt das Team?“ ist für die Frauen allgegenwärtig. Auch deshalb will Regina Fromme ihrem Team künftig die Begleitung durch einen Supervisor ermöglichen. „Wir haben schon viel bewältigt und auch tragische Fälle begleitet, doch es wird Situationen geben, die wir im Team selbst nicht aufarbeiten können.“ Mitfühlen, aber nicht mitleiden – das ist manchmal gar nicht so leicht.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der digitalen Ausgabe 18 des Kammermagazins.

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