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Clemens Hoch (SPD) ist Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz.
Foto: MWG/Piel
Clemens Hoch (SPD) ist Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz.

Gastkommentar Kammermagazin 26

Impfen rettet Leben!

Clemens Hoch, der Minister für Wissenschaft und Gesundheit wird in einem Gastkommentar in Ausgabe 26 des Kammermagazins für das Impfen.

Als im noch jungen Jahr 2020 eine neue Lungenkrankheit in China international Schlagzeilen machte, war zu diesem Zeitpunkt kaum einem bewusst, dass die Welt an der Schwelle zu einer Pandemie stand. Szenarien, bis dahin nur aus Kinofilmen bekannt, waren plötzlich realer Alltag. Spätestens mit den ersten staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie, angefangen mit Kontaktbeschränkungen, Abstandsgeboten, Maskenpflicht und wiederkehrenden Lockdowns, war wirklich jedem bewusst: Es ist ernst. Das Virus hatte in kurzer Zeit die Welt verändert. Liebgewonnenes wie Familienfeiern, spontane Treffen in der Kneipe, der klassische Konzert- oder Theaterbesuch oder gesellige Abende auf Weinfesten waren über Nacht nicht mehr möglich. Viel schlimmer noch: Das Gesundheitssystem durfte nicht überlastet werden, während die Profis in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen über die eigenen Belastungsgrenzen hinaus um Leben kämpften – am Rande der Erschöpfung und wie alle in Sorge, sich jederzeit selbst infizieren zu können. „Hoffnung made in Rheinland-Pfalz“ Kurz vor Weihnachten 2020 dann der Lichtblick und „Hoffnung made in Rheinland-Pfalz“: Die EU-Kommission erteilt dem Covid-19-Impfstoff des Mainzer Unternehmens BioN­Tech und seinem amerikanischen Partner Pfizer die Zulassung für die Europäische Union. Es ist der Beginn einer weltweit beispiellosen Impfaktion. In Rheinland-Pfalz starten die ersten Impfungen noch vor dem Jahreswechsel; zunächst noch priorisiert verabreicht, weil zu wenig Impfstoff vorhanden ist. Bis Mitte des Jahres 2021 kann aber allen Menschen ein Impfangebot gemacht werden, für die eine Impfempfehlung vorliegt und die sich auch wirklich impfen lassen wollen. In zunächst 32 Impfzentren im Land, später dann auch in vielen Arztpraxen und bei den Betriebsärzten, wird die Impfkampagne vorangetrieben. Mit dem Wegfall der Priorisierungen können wir im Sommer endlich niederschwellige Impfangebote unterbreiten, ab August zusätzlich mit sechs mobilen Impfbussen, die zunächst auf Supermarktparkplätzen ohne Terminvergabe impfen. Umgesetzt wird die Sonderimpfaktion mit dem Deutschen Roten Kreuz. Weitere Orte wie Fußballstadien, Zoos, Sportplätze und Berufsbildende Schulen kommen hinzu. Ziel der Aktion der Landesregierung ist es, noch Unentschlossenen ein sehr unbürokratisches Impfangebot zu machen. Hingehen, Personalausweis zeigen und Schutzimpfung erhalten – nie war es einfacher, sich impfen zu lassen. Und es zahlt sich aus: Bis zum Herbst werden so mehr als 50.000 Impfungen verabreicht. Wir haben im Land eine gute Impfquote und sehen ganz deutlich nicht nur in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen: Impfen rettet Leben. Daher dürfen wir jetzt nicht nachlassen. Noch viel mehr Menschen müssen sich impfen lassen. appelliert iWir wussten immer: Der Kampf gegen das Virus ist ein Marathon und nur gemeinsam schaffen wir die letzten Meter über die Ziellinie.

Lesen Sie mehr über die Arbeit der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz im Kammermagazin:

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