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Intensivpflege

Für mehr Qualität in der ambulanten Intensivpflege

Gemeinsam mit allen wichtigen Vertretern initiiert die Pflegekammer ein Strategiepapier zur Verbesserung der ambulanten Intensivbehandlungspflege.

Gemeinsam mit Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, den gesetzlichen Krankenkassen in Rheinland-Pfalz, der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz, vertreten durch den Bundesverband privater Anbieter (bpa), dem Sozialverband VdK, der LAG Selbsthilfe Behinderter, der Verbraucherzentrale Rheinland- Pfalz, dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung sowie dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz hat die Landespflegekammer ein „Papier zur Steigerung der Qualität in der ambulanten Intensivbehandlungspflege“ verabschiedet.

„Auf den ersten Blick scheint ein ‚Zehnpunktepapier‘ ein unspektakuläres Ergebnis“, erklärt Oliver Weidig, Vorstandsmitglied der Pflegekammer, Altenpfleger und Geschäftsführer des Intensiv-Pflegedienstes AISB. „Aber dass Leistungserbringer, Kostenträger, MDK, Verbände und Vertreter anderer Gruppierungen gemeinsam an einem Tisch sitzen und nach Lösungen suchen, ist außergewöhnlich.“ Ziel der Gespräche war es, Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten, und – soweit möglich – konkrete Maßnahmen und Verantwortlichkeiten zu definieren. „Und die Pflegekammer war nicht nur fachlicher Ansprechpartner, sondern Initiator des ersten Treffens.“

Bei ihrem Vorstoß waren der Kammer drei Aspekte extrem wichtig:

  • verbindliche Rahmenverträge

  • eine angemessene Bezahlung der Mitarbeiter

  • eine angemessene Qualifikation der Mitarbeiter

Evaluation nach einem Jahr

So wurden gemeinsam die zehn dringlichsten Handlungsfelder im Bereich der ambulanten Intensivbehandlungspflege für Rheinland-Pfalz festgelegt. Nach einem Jahr sollen die Ergebnisse der Maßnahmen evaluiert und weiterentwickelt werden. Zu den definierten Handlungsfeldern gehört etw, dass die Landesregierung Rheinland-Pfalz ihren Einfluss auf Bundesebene geltend macht, um dafür zu sorgen, dass der MDK und der Prüfdienst der Privaten Krankenkassen künftig ein Prüf- und Begehungsrecht für Privatwohnungen erhalten, in denen ambulante Intensivbehandlungspflege geleistet wird. „Das ist bisher nicht möglich“, erklärt Oliver Weidig, „da in privaten Wohnungen, selbst wenn dort mehrere Menschen intensivpflegerisch versorgt werden, nicht geprüft werden darf. Erst wenn eine Beschwerde beim Landesamt erfolgt, erhält der MDK zwangsweise Zugang.“ Dabei sei genau das immens wichtig, es gehe um das Einhalten von Hygienevorschriften, um fachsprachliche Kompetenz der Mitarbeiter, und vor allem darum, dass das Personal über die notwendigen Weiterbildungen verfügt. „Ohne entsprechende Fachweiterbildung darf Intensivbehandlungspflege nicht geleistet beziehungsweise abgerechnet werden.“

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