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Demenzkompetenz

Fortbildungsdschungel Demenzfortbildung

Drei Tage am Stück, sechs Monate in Vollzeit, berufsbegleitend oder ein Studium ? Fort- und Weiterbildungen zu Demenz variieren stark. Hier eine kleine Entscheidungshilfe.

Demenzerkrankungen stellen mit derzeit etwa 1,5 Millionen Betroffenen in der Bundesrepublik Deutschland eine große gesellschaftliche Herausforderung dar. Die zunehmende Zahl von Menschen mit Demenz in Altenhilfeeinrichtungen, in ambulanten Pflegediensten und im Krankenhaus stellt auch an den Berufsalltag von Pflegenden neue Anforderungen. Um Menschen mit kognitiven Einschränkungen bzw. Demenz möglichst stressfrei und angemessen zu versorgen, brauchen Pflegende neben Geduld und Toleranz ein fundiertes Fachwissen. Die Fähigkeit, Ressourcen, Defizite, Verhalten, Emotionen und Reaktionen wahrzunehmen und zu deuten, ist hilfreich beim Aufbau von Beziehungen sowie bei der Planung und Versorgung der Patienten.

Verhaltenssicherheit im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen hilft den Pflegenden bei der Versorgung von pflegebedürftigen Menschen. Die Kenntnis spezifischer Pflegekonzepte unterstützt sie in ihrem professionellen Handeln. Die Pflegekammer Rheinland-Pfalz ist daher auch dabei, die Fort- und Weiterbildungsordnung für Pflegende zu überarbeiten. Das Thema Demenz wird bei der Konzeption von verschiedensten Fort- und Fachweiterbildungen ein bedeutsamer Aspekt sein. Aus diesen Gründen sollen in diesem Artikel Fort- und Weiterbildungen mit dem Schwerpunkt Pflegeexpertise für Menschen mit Demenz in Rheinland-Pfalz exemplarisch ausgewiesen werden.

Autoren: Prof. Dr. Brigitte Anderl-Doliwa, André Hennig

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