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Interview

Ernährungstipps für Pflegende

Arbeitsalltag und gesunde Ernährung - darum geht's in Sven Bachs Buch "Job-Food". Im Interview erklärt er, worauf es für Pflegende ankommt.

Die Arbeit auf einer Station ist oft sehr fordernd. Es gibt emotional schwierige Situationen. Und dann noch der Schichtdienst – kann man da als Pflegekraft noch gut für sich sorgen?

Natürlich, das muss man sogar. Gerade wenn es manchmal nicht einfach ist. Wichtig ist, dass man den Tag den Situationen angepasst plant. Sich also klarmacht, wann und wie Möglichkeiten bestehen zu essen und vor allen Dingen, was man essen möchte. Idealerweise überlässt man die Nahrungszufuhr nicht dem Zufall, so nach dem Motto: „Es wird schon jemand einen Kuchen mitbringen.“ Man sollte sich also immer vorbereiten.

Nicht immer gelingt es, regelmäßige Pausen einzuhalten oder in die Kantine zu gehen. Was raten Sie in einer solchen Situation?

Auch wenn man mal nur fünf Minuten hat, ist es wichtig, dass man dann keine Fast-Food-Zwischenmahlzeiten wie Schokoriegel, belegte Brötchen mit viel Butter und Remoulade zu sich nimmt. Günstiger sind zum Beispiel ein Naturjoghurt, ein paar Nüsse oder ein Ei. Das sind Lebensmittel, die den Blutzuckerspiegel nicht so sehr nach oben treiben.

Was kann man als Team tun und was sollte das Krankenhaus anbieten, um einen ausgewogenen Lebensstil zu unterstützen?

Wichtig ist, dass in der Kantine beziehungsweise dem Betriebsrestaurant nicht nur Süßigkeiten, Softdrinks und schlecht gebrühter Kaffee angeboten werden. Es sollte eine ausgewogene Speisenauswahl mit Quark, Naturjoghurt, Brot und Brötchen mit vollem Gehalt oder zumindest aus Mischmehlen sowie wenig Butter, dafür lieber Frischkäse als Belag vorhanden sein. Auch ein gutes Angebot aus verschiedenen Gemüsesalaten hilft weiter.

Das Interview lesen Sie im Kammermagazin, Ausgabe 8.

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