Ein Profilbild eines Mannes mit Brille und Anzug.
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Markus Mai

„Endlich nehmen Politiker uns ernst!“

Flächendeckende Tarifverträge und finanzielle Perspektiven sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Pflegekammern – das fordert Markus Mai.

Oft fragen sich Pflegefachpersonen, ob es die politischen Entscheidungsträger mit ihren Bemühungen wirklich ernst meinen. Das ist verständlich, da sich jahrzehntelang nicht viel in der beruflichen Pflege getan hat. Immerhin: Ein erster wichtiger Schritt ist das kürzlich verabschiedete Pflegepersonalstärkungsgesetz, das die notwendige Reform des deutschen Pflegesystems mit sich bringen könnte.

Hoffnung machen auch die Aussagen des parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Thomas Gebhart. Der gebürtige Rheinland-Pfälzer macht deutlich, dass der Pflegeberuf seine Attraktivität zurückgewinnen muss. Dies gelinge nur, wenn die Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse der Pflegefachpersonen angepasst würden. Dann könnten Aussteiger zurückgewonnen und Teilzeitkräften ein Anreiz geboten werden, auf Vollzeitbasis zu arbeiten.

Angemessene Löhne für Pflegefachpersonen

Erfreulich ist auch, dass Thomas Gebhart sich für flächendeckend angemessene Löhne ausspricht und in aller Klarheit eine Verbindlichkeit fordert, die nur durch Tarifverträge garantiert werden kann. Ich möchte diese Position noch zuspitzen: Beim Einstiegsgehalt müssen 4.000 Euro brutto im Monat garantiert werden. Mancher schimpft den Vorschlag utopisch. Ich halte dagegen: Nur wenn der Beruf auch finanziell eine Perspektive bietet, werden sich mehr Schulabgänger als bisher für ihn entscheiden.

Abschließend möchte ich die Position von Thomas Gebhart zum Thema „Selbstverwaltung in der professionellen Pflege“ hervorheben. Pflegefachkräfte müssten in der Öffentlichkeit Gehör finden, so der Bundestagsabgeordnete. Ihnen eine gemeinsame Stimme zu verleihen, sei Aufgabe der Pflegekammern. Sie gelten der Politik als kompetente Gesprächspartner. Folgerichtig fordert der Staatssekretär eine enge Zusammenarbeit zwischen Politikern und Pflegekammern. Auch wenn es bereits einen regelmäßigen Austausch gibt: Für eine intensivere Kooperation stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung, Herr Dr. Gebhart!

Autor: Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

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