Foto: Dr. Elena Wassmann

Prävention und psychische Gesundheit

Endlich im Rampenlicht!

Das Thema psychische Gesundheit von Pflegenden drängt in den Vordergrund. Eine Tagung in Ludwigshafen legte den Grundstein für wichtige Innovationen.

Die erste Fachtagung „Gesundheitsförderung & Prävention in der Pflege“ im Zuge der rheinland-pfälzischen „Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative Pflege 2.0, 2018 – 2022“ ist in Ludwigshafen an den Start gegangen. Im Fokus des Events mit 200 Gästen stand die „Stärkung der psychischen Gesundheit“. Veranstalter war die Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen in Kooperation mit der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, der BGW und der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Gesundheit im Pflegeberuf

Ziel der Tagungsreihe ist, Pflegefachpersonen aus der Praxis, der Wissenschaft, dem Management, der Lehre und der Ausbildung mit der Politik und anderen Professionen ins Gespräch zu bringen. Es geht darum, gemeinsam Innovationen zum Wohl der Pflegenden und der Menschen mit Pflegebedarf anzustoßen. Die Leitfrage der Veranstaltung – eröffnet von Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) – lautete: „Kultur der Gesundheit und Sicherheit im Pflegeberuf – Realität oder Vision?“ Es wurde diskutiert über Prävention von Gewalt gegen Pflegende, wertschätzende Unternehmenskultur, Motivation zur Innovation in der Pflege, Pflegeethik als Ressource im Pflegalltag, „Slow Care“ und die Kampagne „kommmitmensch“ der Unfallversicherer. Die Pflegefachpersonen begrüßten die innovativen Ansätze, sahen allerdings auch Umsetzungshürden.

Praxistransfer im Frühling 2020

Das positive Feedback der Tagungsgäste und des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie bestärkt das Forschungsnetzwerk Gesundheit der Hochschule zusammen mit Kooperationspartnern die Veranstaltungsreihe fortzusetzen. Aufbauend auf den diesjährigen Erkenntnissen wollen sie im Frühling 2020 den Praxistransfer in Angriff nehmen.

Autorin: Andrea Kuhn

Das könnte Sie auch interessieren...

Digitalisierung in der Pflege

„Viele haben Angst, ersetzt zu werden“

Krankenpfleger Florian Bechtel (25) von der digitalen Plattform Hashtag Gesundheit, möchte seinen Kollegen die Angst vor der Digitalisierung nehmen. Im Interview erklärt er die Vorteile für die Pflege.

Digitalisierung

Pflege 4.0 – Pflegende müssen mitgestalten!

Die Digitalisierung in der Pflege hat das Zeug dazu, die Pflege zu entlasten. Aber wie gelingt das wirklich? Machen Sie sich ein Bild mit unserem Dossier.

Geschlechtergerechtigkeit

Gendersensibel? Das geht auch im Gesundheitsbereich

Für eine geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung und familienfreundliche Strukturen. Forderungen des Instituts für GenderGesundheit in Berlin.

Personalnot

Westerfellhaus’ Fünf-Punkte-Plan

Von Boni, Prämien und guten Gehältern – dafür setzt sich der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung ein.