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Strahlende Gesichter, spannende Gespräche und so manch feuchtes Auge: Gemeinsam mit den Preisstiftern wurden die Gewinner bei einer großen Gala ausgezeichnet.
Foto: Fotos: Nicolas Det
Strahlende Gesichter, spannende Gespräche und so manch feuchtes Auge: Gemeinsam mit den Preisstiftern wurden die Gewinner bei einer großen Gala ausgezeichnet.

Ausgezeichnete Pflege

Ein Hoch auf die Pflege!

Professionelle Pflege hat viele Facetten und der rheinland-pfälzische Pflegepreis macht diese Vielfalt bereits zum zweiten Mal sichtbar: Bei einer feierlichen Preisverleihung am Vorabend des Pflegetags wurden in der Mainzer Rheingoldhalle Pflegefachpersonen für ihr herausragendes Engagement geehrt.

„Der Pflegepreis Rheinland-Pfalz ist eine hervorragende Gelegenheit, Menschen und Projekte zu ehren, die sich im Land durch herausragende Pflegeleistungen auszeichnen“, sagte Nina Benz, Vorstandsmitglied der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, in ihrer Laudatio.

Eine unabhängige Jury, der immer auch zwei Vertreter der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz angehörten, ermittelte die Gewinner in den Kategorien „Innovatives Versorgungsprojekt“, „Best Practice“ und wählten den Preisträger des „Franziskus Pflegepreises“ aus. „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger setzen zweifellos neue Standards in ihren jeweiligen Bereichen“, so Benz.

Daniel Stich, Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, zeigte sich in seiner Eröffnungsrede nicht nur beeindruckt von den ausgezeichneten Projekten, die für ihn beispielhaft das hohe Niveau der Pflegepraxis in Rheinland-Pfalz repräsentieren, sondern auch von dem feierlichen Rahmen der Preisverleihung, der die Wertschätzung der Preisträger widerspiegele.

Franziskus Pflegepreis

„Mit Stillberatung assoziiert die Fachpflege grundsätzlich etwas Schönes“, sagt Hans-Josef Börsch, Vorstandsvorsitzender der Franziskus-Stiftung für Pflege. „An einer Klinik der Maximalversorgung gibt es jedoch auch innerhalb dieses Aufgabengebietes viele herausfordernde Themen wie Depressionen nach der Entbindung, Todgeburten oder Frühgeborene mit schwersten Komplikationen.“ Die Franziskus-Stiftung für Pflege hat in diesem Jahr die Kinderkrankenschwester, Still- und Laktationsberaterin Jutta Goldinger vom Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern ausgezeichnet. „Sie ist ein Herzensmensch, ein Lichtblick in einem medizinorientierten System und zaubert jeder Mutter beim Eintritt ins Zimmer ein Lächeln ins Gesicht“, zitiert Hans-Josef Börsch in seiner Laudatio die Aussage einer Mutter. Und besser lasse sich das Anliegen der Franziskus-Stiftung für Pflege seiner Meinung nach kaum beschreiben: Menschenfreundliche Zuwendung in Pflegehandlungen sind ein Qualitätskriterium guter Pflege.

Best Practice in der Pflege

Das Projekt „Etablierung einer Ausbildungsstation“ der Inneren Medizin des Verbundkrankenhauses Bernkastel/ Wittlich bietet dem Pflegenachwuchs der generalistischen Ausbildung ein optimales Lernumfeld: Die Auszubildenden übernehmen für mindestens fünf zusammenhängende Tage unter Begleitung der Praxisanleitungen die Verantwortung für die ganzheitliche Pflege, Versorgung und Betreuung der Patienten. Dieses besondere Projekt, das Handlungskompetenzen fördert und zur ganzheitlichen Ausbildung beiträgt, machte die assekuranz ag mit der Verleihung des Preises sichtbar. Stellvertretend für das Pflegeteam nahmen Irene Baranowsky (Pflegedirektorin), Lars Kirsch (Zentraler Praxisanleiter), Melanie Pauly (stellvertretende Pflegedirektorin), und Ute Steffens (Praxisanleiterin in der Inneren Medizin) den Preis in Mainz in Empfang.

Innovatives Versorgungsprojekt

Der Jury aus Vertretern von Pflegewissenschaft, Praxis und Pflegekammer fiel die Auswahl in der Kategorie „innovatives Versorgungsprojekt“ nicht leicht. Letztlich setzte sich der „Intensivpflegerische Begleitdienst des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Speyer“ durch. Die Begründung der Jury: Das ausgezeichnete Projekt gilt als wegweisend in der professionellen Pflege und meistert die steigenden Anforderungen bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten nach komplexen Operationen. Es konzentriert sich dabei auf einen verbesserten Übergang von der Intensivstation auf die Normalstation. Die Bezirksvertretung der AXA Versicherung Uwe Herold wertet das Projekt als Beitrag „zur fortschreitenden Entwicklung im Pflegebereich“ und freute sich, dieses innovative Versorgungsprojekt auszuzeichnen. Stefanie Alley, Lisa Becker, David Melchers und Anja Feist vom Intensivpflegerischen Begleitdienst des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Speyer nahmen den Preis stellvertretend entgegen.

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