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Was wir noch sagen wollten...

Der Vorstand der 1. Legislaturperiode verabschiedet sich

Die Verantwortung die das so wertvolle Engagement der professionell Pflegenden in Rheinland-Pfalz mit sich bringt, war die Triebkraft der Vorstandsarbeit der ersten erfolgreichen Jahre  der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten uns herzlich bei Ihnen bedanken! Vor über fünf Jahren sind wir als erster Vorstand der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz angetreten, um gemeinsam mit allen Kammermitgliedern die Profession Pflege weiterzuentwickeln und zukunftsfest zu machen. Das, was als Idee begann, hat heute feste Strukturen, eine Geschäftsstelle und über 42.000 registrierte Mitglieder. Die Erfolge der ersten Pflegekammer Deutschlands sind sichtbar. Diese sowohl organisatorischen als auch vor allem inhaltlichen Errungenschaften sind das Ergebnis der jahrelangen Arbeit engagierter Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Dafür danken wir ganz herzlich. Unser Dank gilt insbesondere auch den Vorstandsmitgliedern, denen es nicht mehr möglich war, sich aktiv im Vorstand einzubringen. Mit unserer sehr geschätzten Kollegin Christa Wollstädter ist leider eine Freundin und zugleich ein Mitglied des Vorstands verstorben. Wir bedanken uns ebenfalls bei unseren ehemaligen Vorstandskolleginnen und -kollegen Karim Elkhawaga, Angelika Broda und Sandra Postel. Auf das gemeinsam Erreichte blicken wir heute mit Freude zurück.

Wir wollen unseren Beruf selbstbestimmt und selbstbewusst gestalten. Das geht nur gemeinsam und mit viel Leidenschaft und Engagement. In 55 regulären Sitzungen und mehr als 150 wöchentlichen Abstimmungen haben wir engagiert und mit viel Freude für unser gemeinsames Ziel gearbeitet: der Pflege und damit den Kolleginnen und Kollegen eine starke Stimme zu geben. Nur wenn wir uns politisch Gehör verschaffen, werden wir bessere Bedingungen für die Pflege erreichen.

In fünf Jahren haben wir gemeinsam und mit tatkräftiger Unterstützung eine leistungsfähige Kammer aufgebaut: Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz ist die erste berufsständische Vertretung für Pflegende in Deutschland. Wir haben alle gemeinsam Pionierarbeit geleistet – nicht nur für die Pflegenden in unserem Bundesland, sondern für alle diejenigen, die sich für eine selbstbestimmte und zukunftsfähige Pflege einsetzen. In unseren Gremien arbeiten beruflich Pflegende aus allen Bereichen der ­Pflege zusammen daran, den Pflegeberuf zu einer selbstbewussten und international ­anerkannten­ ­Profession ­weiterzuentwickeln. Auf unsere gemeinsame Landespflegekammer, auf die jede professionell Pflegende und jeder professionell Pflegende vertrauen kann, sind wir stolz.

Am Anfang stand der Aufbau einer Geschäftsstelle und die Schaffung eines Ordnungsrahmens, der sich über Satzungen bis hin zur konkreten Ausgestaltung der tagtäglichen Arbeit in den Ausschüssen, Arbeitsgruppen, im Vorstand und in der Vertreterversammlung erstreckt.

Der Weg zu dieser Leistungsfähigkeit war mit besonders viel Fleiß und Grundlagenarbeit verbunden. Die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle entwickeln, verbessern und erweitern die erforderlichen Arbeitsfelder stetig: engagiert und innovativ. Heute ist die Geschäftsstelle in Mainz kompetenter Ansprechpartner. Ehrlichkeit und Selbstreflexion ist an dieser Stelle zu Recht gefordert: Die hohe Zahl unserer Mitglieder und die Vielzahl an Verwaltungsaufgaben trägt auch dazu bei, dass noch nicht alle Prozesse so laufen, wie man es erwarten kann.

Wir können dem uns nachfolgenden Vorstand die Empfehlung an die Hand geben, darauf einen deutlichen Schwerpunkt in der nächsten Legislaturperiode zu legen.

Diese Leidenschaft hat auch unsere Arbeit als Vorstand geprägt. Wenngleich die Arbeit he- rausfordernd war, sprechen die Errungenschaften für sich. In Rheinland-Pfalz ist die Pflege heute selbstbewusster, hat politisches Gewicht, eine demokratische Basis und eine Organisation, die ausschließlich für professionelle Pflege eintritt. Für uns selbst Verantwortung übernehmen heißt auch, dass wir uns transparent und zweckmäßig organisieren. Die satzungsmäßige Verankerung unserer Ausschüsse und die Arbeit in der Vertreterversammlung, dem Landesparlament der Pflegenden, waren nicht nur für uns ein Novum, sondern haben Maßstäbe gesetzt, die durch den beständigen Erfolg der berufsständischen Selbstverwaltung fortlaufend Bestätigung finden.

Wir haben fachliche Meilensteine gesetzt, uns im politischen System etabliert und unter anderem mit der Berufsordnung und der Weiterbildungsordnung einen Rahmen geschaffen, in dem sich unsere Berufsgruppe immer weiter entwickeln kann. Die Profession Pflege ist unabhängiger und stark geworden in den letzten fünf Jahren. Als Vorstand sagen wir heute: Die harte Arbeit hat sich gelohnt! Dazu gehört auch, dass wir viele unvergleichliche Momente mit Kolleginnen und Kollegen, mit internen und externen Partnerinnen und Partnern hatten. Gemeinsam etwas zu erreichen, was Zukunft gestaltet, ist der beste Antrieb für unsere Arbeit.

Die Aufbauarbeit hat uns allen große Freude bereitet. Wir haben viel gearbeitet und auch ­gelernt. Es gab keine „Blaupause“ für eine Pflegekammer. Gemeinsam haben wir uns in der Etablierung der Kammer den Weg gebahnt. Das war manchmal schwierig, manchmal lustig, aber auf alle Fälle sehr kommunikativ. Wir haben uns als Kolleginnen und Kollegen kennengelernt und voneinander gelernt. Und all das hat die Landespflegekammer weitergebracht. Als Resümee können wir sagen: gut so!

Wir haben jetzt ein starkes Fundament, auf dem wir unsere Erfolge langfristig sichern können. Als demokratische Institution ist die Pflegekammer auf das breite Engagement der Mitglieder angewiesen. Transparenz und Partizipation sind daher zwei elementare Grundwerte unserer gemeinsamen Arbeit. Als Sprachrohr und Stimme der Pflege fordern wir die Politik stetig auf, das Gesundheitssystem wieder am Menschen und nicht an der Wirtschaftlichkeit zu messen.

Wir bringen uns auf Landes- und Bundesebene aktiv in die Erstellung von Gesetzen ein und vermeiden so an vielen Stellen noch Schlimmeres bzw. tragen erheblich dazu bei, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen mindestens in die richtige Richtung orientiert sind. Aber wir arbeiten natürlich nicht nur mit der Politik. Wichtiger ist noch, dass wir uns untereinander vernetzen, unsere Erfahrungen teilen und gemeinsam lernen. Unser Engagement zu vernetzen, heißt auch, dass wir noch besser nachvollziehen können, wo aktuelle Herausforderungen bestehen und wie wir diese gemeinsam lösen können.

Die Verantwortung, die das so wertvolle Engagement der professionell Pflegenden in Rheinland-Pfalz mit sich bringt, war die Triebkraft der Vorstandsarbeit der ersten erfolgreichen Jahre der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Für die vielfältigen Erfahrungen, Erfolge und die bisher alles überwiegende Gewissheit, an einem Strang zu ziehen, möchten wir Ihnen ganz persönlich danken!

Ihr Vorstand der ersten Legislaturperiode der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.  

Brigitte Anderl-Doliwa

Nina Benz

Andrea Bergsträßer (Vizepräsidentin)

Hans-Josef Börsch

Esther Ehrenstein

Renate Herzer

Markus Mai (Präsident)

Oliver Weidig

Was wir noch sagen wollten...

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