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Neue Broschüre

Demenz-Fortbildungen nach dem Lego-Prinzip

Praxisanleiter schulen, damit sie Auszubildende für die Pflege von Menschen mit Demenz sensibilisieren – das ist das Ziel einer neuen Broschüre des Landesgremiums Demenz.

Demenz-Fortbildungen für Praxisanleiter

Menschen mit Demenz haben ein Recht auf Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Teilhabe und Unterstützung. In der Theorie scheint diese Aussage absolut einleuchtend. Wie aber lässt sich dieser Grundsatz in der pflegerischen Praxis verwirklichen? Das rheinland-pfälzische Landesgremium Demenz empfiehlt die Fortbildung von Praxisanleitern als Multiplikatoren. „Diese besitzen pädagogische Kompetenzen und haben einen direkten Bezug zum Praxisfeld. So können sie Lernenden mit gutem Beispiel im Umgang mit Menschen mit Demenz vorangehen“, sagt Margit Haas, Professorin an der Universität Trier und Mitglied der Arbeitsgruppe Pflege des Landesgremiums.

Zusammen mit Professorin Sandra Bensch von der Katholischen Hochschule Mainz hat sie eine Anleitung für zweitägige Seminare für Praxisanleiter entwickelt: die Broschüre „Haltung entwickeln – gute Pflege von Menschen mit Demenz“.

Haltung reflektieren und personzentriert arbeiten

Die darin beschriebenen Übungen sollen Praxisanleiter befähigen, ihre eigene Haltung zu reflektieren, sich mit aktuellen Erkenntnissen zum personzentrierten Ansatz zu beschäftigen und praktische Lernsituationen zu entwickeln, bei denen sich Auszubildende mit demenziellen Erkrankungen auseinandersetzen. „Dabei haben wir auch den Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ berücksichtigt, zu dessen Umsetzung die Fortbildung eine sinnvolle Ergänzung ist“, betont Pflegewissenschaftlerin Haas.

Hoher Bedarf an fachlichem Austausch

Im nächsten Schritt sind nun die Träger und Einrichtungen am Zug, auf Basis der Broschüre Schulungen für Praxisanleiter zu konzipieren. Ob sie dabei auf interne Pädagogen setzen oder externe Anbieter beauftragen, bleibt ihnen überlassen. Der Aufbau nach dem Lego-Prinzip ermöglicht es außerdem, je nach Lernzielen, Vorwissen und der vorhandenen Zeit einzelne Module à 90 Minuten herauszugreifen und individuell zu kombinieren. „Wir haben bei früheren Schulungen allerdings die Erfahrung gemacht, dass der Bedarf der Teilnehmenden nach fachlichem Austausch sehr hoch ist“, sagt Professorin Haas und empfiehlt deshalb, je Schulung mindestens einen halben Tag einzuplanen. Die Broschüre können Sie beim Sozialministerium anfordern oder hier als PDF herunterladen.

Autorin: Kati Imbeck

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