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Dossier

Das neue WIR!

Der Weg zu Selbstverwaltung der professionellen Pflege ist lang – doch es bewegt sich etwas. Warum die Kammerbegung nicht nur für Rheinland-Pfalz so wichtig ist.

In der Vergangenheit wurden Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung nur selten in Verbindung mit Pflege gebracht. Vielmehr verband man mit dem Berufsstand allein christliche Nächstenliebe, Dienen und die Aufopferung für Gott, für die Kranken und für die Gesellschaft. Die Pflege galt nicht als ein eigenständiger Beruf, sondern eher als haushaltsnahe Tätigkeit, die vor allem von Frauen ausgeführt wurde. Bis ins 19. Jh. war das Ansehen der Pflegenden in der Gesellschaft und von Seiten der anderen Heilberufe minimal. Eine eigenständige Interessenvertretung traute man der (überwiegend weiblichen) Berufsgruppe nicht zu, und so bestimmten Ärzten oder kirchlichen Organisationen über deren Rahmenbedingungen – die Folgen: keine geregelten Arbeitsstunden, Dauerarbeit mit seltenen Pausen und anschließender Nachtwache sowie kaum bzw. nur unbezahlte Urlaubstage.

Bis heute kämpft die Pflege um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und um die (überfällige) Erlangung der Mündigkeit, für die eigenständige Ausgestaltung der verschiedenen pflegerischen Berufsfelder entscheiden zu können. Ein Meilenstein dazu wurde 2016 mit der ersten Landespflegekammer erreicht.

Lesen Sie hier in unserem Dossier "Das neue WIR", weshalb die Pflegeprofession Kammern, aber auch Gewerkschaften und Berufsverbände braucht und da in Zukunft auch anderen Heilberufen in nichts nachstehen sollte.

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