Illustration Cicely Saunders

Kolumne

"Das hohe Gut der Menschlichkeit"

Krankenpfleger und Humorist Matthias Prehm schlüpft diesmal in die Haut von Cecily Saunders, der Pionierin der Hospizbewegung und Palliativversorgung und spricht über die hohen Güter der sozialen Intelligenz und Menschlichkeit und Ihre Fähigkeiten des Jonglierens!

Mit vollen Namen Cicely Mary Strode Saunders wird als Pionierin bezeichnet. Warum? Weil sie ihr Leben der Entwicklung zur bestmöglichen Versorgung Sterbender gewidmet hat. Menschen an ihrem Lebensende eine hohe Lebensqualität und Selbstbestimmung zu ermöglichen, das war ihre Vision.

Cicely Saunders hatte 1937 das Studium der Philosophie, Politik und Ökonomie begonnen, aber zu Beginn des ersten Weltkrieges unterbrochen, weil sie dort unterstützen wollte, wo Hilfe am meisten gebraucht wurde. Sie entschied sich für eine Ausbildung zur Krankenschwester. Nach dem Krieg beendete sie zwar ihr unterbrochenes Studium, um aber die Idee einer Palliativversorgung in einer Hospizeinrichtung zu realisieren und die dafür notwendigen Kenntnisse zu erlangen, entschloss sie sich zusätzlich ein Medizinstudium zu beginnen, das sie 1957 erfolgreich absolvierte. Teil der Arbeit von Cicely Saunders war die Formulierung des Begriffs Total Pain, wonach der Schmerz aus vier Dimensionen besteht: physisch, psychisch, sozial und spirituell. Nicht nur den körperlichen Schmerz schwerkranke Menschen zu behandeln, ist demnach das Ziel, sondern eben auch die anderen Bereiche bei der Versorgung zu berücksichtigen.

Autor: Matthias Prehm

Illustration: Helena Melikov

Das könnte Sie auch interessieren...

Illustration Hildegard Peplau
Foto: Helena Melikov-melikov.de

Kolumne

"Auf Augenhöhe kommunizieren ..."

Unser Kolumnist Matthias Prehm verwandelt sich diesmal in Hildegard Peplau, "Mutter der Psychiatrischen Pflege" und der "Theorie der interpersonalen Beziehung in der Pflege". Was würde diese heute wohl zur Situation in der Pflege sagen?

Pflegefachperson versprueht Parfuem neben Krankenbett
Foto: Julia Bernhard

Wenn Pflegende sich ekeln

Igitt, mir wird schlecht!

Zwischen Sollen und können: Ekel zu empfinden ist menschlich. So lernen Pflegefachpersonen, mit dem unangenehmen Gefühl umzugehen.

Foto: Logan Weaver - unsplash

Feierliches Versprechen

Das Gelöbnis der Pflege

Die Berufsordnung (BO) beginnt mit dem (freiwilligen) feierlichen Versprechen. Mancher mag einwenden: zu pathetisch, zu ritualisiert. Doch gerade das gefällt vielen Mitgliedern.

Foto von Sandra Bensch und Michael Bossle
Foto: Akira Schüttler

Kontinenzförderung

Pflege ohne Plan? Ihre Meinung ist gefragt!

Irgendwie machen wir das schon ... Behandeln Pflegekräfte Kontinenzförderung tatsächlich so unsystematisch? Teilen Sie uns Ihre Erfahrung mit!