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Markus Mai zur Pflegepolitik

Auf ins Jahrzehnt der Pflege!

Voller Tatendrang: Das erwartet die Pflege von der neuen Bundesregierung.

Nach einem unendlich zähen Ringen um die Regierungsbildung hat die nächste Große Koalition die Arbeit aufgenommen. „Endlich“, möchte man sagen. Denn die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind riesig! Dies gilt auch und gerade für uns Pflegende!

Allen voran ist nun der neue Gesundheitsminister Jens Spahn gefordert. An großen Ankündigungen mangelt es auch nicht. Innerhalb der nächsten drei Jahre will er die Rahmenbedingungen für unsere Berufsgruppe signifikant verbessern. An große Ankündigungen von politischer Seite haben wir uns inzwischen gewöhnt. Überraschen würde uns die tatsächliche und ganz konkrete Umsetzung! In diesem Sinne: Überraschen Sie uns bitte, Herr Spahn!

Den ersten Schritt in diese Richtung hat der Minister bereits getan. Mit der Ernennung von Andreas Westerfellhaus zum Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung sitzt ein profunder Kenner der beruflichen Pflege, der als ehemaliger Präsident des Deutschen Pflegerats genau um unsere Probleme und Nöte weiß, im Gesundheitsministerium. Wir freuen uns, mit ihm einen langjährigen Partner und absoluten Fachmann in einer Schlüsselposition zu haben, um die dringend notwendigen Veränderungen angehen zu können.

Die Kammer wird sich mit dem Thema des betrügerischen Handelns im ambulanten Intensivpflegebereich befassen. Mit Vertreterinnen und Vertretern des Gesundheitsministeriums, der Kostenträger sowie der Patientenorganisationen im Land soll ein Gesprächsfaden zu der Thematik aufgenommen und ein gemeinsamer runder Tisch etabliert werden, der sich mit der Sachlage in Rheinland-Pfalz auseinandersetzt. Ziel ist dabei, Strategien zu entwickeln, um der Problematik begegnen zu können. Als institutionalisierte Interessenvertretung der rheinland-pfälzischen Pflegefachpersonen, die nach derartigen Berichten oftmals unter einem „Generalverdacht“ leiden, ist das Thema der Kammer ein besonderes Anliegen. Dies nicht zuletzt, weil die Qualitätssicherung in der Pflege von besonderer Relevanz sei.

Autor: Dr. Markus Mai

Den gesamten Kommentar lesen Sie im interaktiven Kammermagazin zum Blättern.

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