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Kolumne

"Auf Augenhöhe kommunizieren ..."

Unser Kolumnist Matthias Prehm verwandelt sich diesmal in Hildegard Peplau, "Mutter der Psychiatrischen Pflege" und der "Theorie der interpersonalen Beziehung in der Pflege". Was würde diese heute wohl zur Situation in der Pflege sagen?

Die amerikanische Krankenschwester Hildegard Peplau entwickelte die Theorie der interpersonalen Beziehung in der Pflege. In unserer Kolumne freut sie sich, dass die Pflege gerade „die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling“ erlebt. Für sie ist die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz der notwendige Impuls, damit der Kokon abfällt und der Berufsstand der Pflege sich von der Umklammerung der alten Strukturen befreit.

Die Interaktion mit dem Gegenüber sollte laut Peplau für alle Beteiligten eine Lernerfahrung werden, denn es fördert die Entwicklung der Persönlichkeit und trägt zur Genesung bei. Zudem fördert laut Peplau ein gesundes Selbstwertgefühl der Pflegenden im Arbeitsalltag die Professionalität.

Wer war Hildegard Peplau?

Sie gilt als die „Mutter der Psychiatrischen Pflege“ und eine der größten Pflegewissenschaftlerinnen des 20. Jahrhunderts: Hildegard Peplau. Die Diplom-Krankenschwester absolvierte 1943 einen Bachelor in Interpersonaler Psychologie. Wie viele ihrer Zeitgenossen unterbrach sie dann ihr Studium, um in der Armee zu dienen, bevor sie 1947 einen Master in Psychiatrischer Krankenpflege machte. Während ihrer anschließenden Promotion schrieb Peplau das Buch „Zwischenmenschliche Beziehungen in der flege“, das 1952 erschien. Es revolutionierte die Krankenpflege damals – und gilt heute noch als Standardwerk. Demnach ist der Aufbau einer sogenannten interpersonalen Beziehung zwischen der Pflegefachperson und dem Patienten die wichtigste Voraussetzung für pflegerischen Erfolg. Neu war daran vor allem die Auffassung, dass Patienten in Interaktion mit einer warmherzigen und professionell ausgebildeten Pflegefachperson selbst aktiv zu ihrer Genesung beitragen können.

Bisherige Kolumnen: Ricarda Klein, Hilde Steppe, Cecily Saunders

Autor: Matthias Prehm

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