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Personalmix in der Altenpflege

50-Prozent-Fachkraftquote - eine reine Wohlfühlmarke?

Die 50-Prozent-Quote ist umstritten. Nun möchte die Uni Köln mit einer Studie Grund in die Debatte bringen. Lesen Sie das Interview mit einem der beteiligten Wissenschaftler.

Wir haben uns mit David Leopold von der Katholischen Hochschule Freiburg über die Fachkraftquote unterhalten. David Leopold ist Praktiker mit akademischem Abschluss. Der examinierte Altenpfleger sammelte nach der Ausbildung zunächst Berufspraxis, dann studierte er Management im Gesundheitswesen und Pflegewissenschaft. Heute ist er als akademischer Mitarbeiter beschäftigt und arbeitet mit am Projekt der Universität Köln zum Thema Personalmix und Fachkraftquote in der Altenpflege.

Hier ein Ausschnitt aus dem Interview:

Wie sieht der typische Personalmix in der Langzeitpflege aus und wie ist er zu beurteilen?

Sehr heterogen, abhängig vom Gesamtkonzept des Einrichtungsträgers. Die größte Gruppe bilden Pflegefach- und -hilfskräfte. Dazu kommen andere Berufsgruppen wie Hauswirtschaftskräfte und Sozialarbeiter. In der Altenpflege gibt es wenige akademische Stellen und die Aufgabenbereiche sind oft nicht klar definiert. Da bildet unser Arbeitsbereich eine Ausnahme zu anderen sozialen Handlungsfeldern. Ein großes Manko. Die Akutpflege ist hier viel weiter. In unserem Bereich sehe ich leider eher eine gegenteilige Tendenz, also zum Absenken der Qualifikation, zum Beispiel in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die generalistische Ausbildung.

Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf im heutigen Personalmix?

Sicherlich bei modernen Personalkonzepten und wie sie umgesetzt werden. Die Implementierung sollte unbedingt als partizipativer Organisations- und Entwicklungsprozess gestaltet sein. Das sichert den Rückhalt des Personals. Wichtig ist auch, alle Beschäftigten einzubeziehen, nicht nur Pflegekräfte, sondern auch Hilfskräfte, die Hauswirtschaftskräfte,

kurz gesagt: alle Berufsgruppen, die in der Organisation tätig sind. Damit dieser Prozess gelingt, muss er entsprechend moderiert werden. Am besten auch wissenschaftlich begleitet, wie jetzt in Rheinland-Pfalz.

Das gesamte Interview mit David Leopold finden Sie in unserer digitalen Ausgabe des Pflegekammermagazins RLP.

Außerdem erfahren Sie:

  • alles über die Position der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz zum Thema Fachkraftquote

  • und wie der Begriff Fachkraft in Rheinland-Pfalz in Zusammenhang mit der Fachkraftquote definiert wird.

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